Das Jahr 2016 ausnahmsweise nicht verfluchen


Wir baden in unserem Unglück, ergötzen uns am Schlechten dieser Welt und beklagen ohne Pause vor allem in den sozialen Netzwerken den Alltag in all seinen furchtbaren Facetten. Die schönen Momente scheinen nur von kurzer Dauer zu sein. Und sind sie da, wissen wir sie oftmals nicht zu schätzen oder schießen hastig Bilder von ihnen, um sie festzuhalten. Das Positive einfangen? Das scheint nie so recht zu klappen. Das Negative dagegen brennt sich für immer in unsere Hirne ein. Wir spüren das nun einmal eindinglicher.

Blicke ich auf das Jahr zurück, sehe ich auch finstere Wolken. Und starre ich nur auf diese, entdecke ich nirgends die Sonnenstrahlen, die mein Leben erhellten. Doch es gab sie – die aufregenden Dinge, die persönlichen Highlights, die erlebten Geschichten und die gesammelten Erfahrungen. Sicherlich wurden Lichtblicke von dunklen, bedrohlichen Schatten begleitet. Es geht vermutlich nicht anders. Trotzdem möchte ich sie an dieser Stelle weitgehend ausblenden und von meinen womöglich kleinen, aber zugleich intensiven Höhepunkten berichten.

Hoch hinaus

Andere schafften es 2016 vielleicht auf den höchsten Wolkenkratzer der Erde, ich „begnügte“ mich mit anderen Perspektiven. Und ganz ehrlich: Als jemand, der fortlaufend seine Höhenangst bekämpft (und irgendwie auch Spaß daran hat), war das Besteigen eines ehemaligen DDR-Grenzturms und des Pylons der Loschwitzer Brüche hier in Dresden schon überaus aufregend. Für mich waren das keine gewöhnlichen Ereignisse und daher ganz besondere Situationen, die auch jetzt noch – teils Monate später – nachwirken. Das gilt auch für meinen diesjährigen Abenteuerurlaub im Camper die Ostsee entlang. Während dieser Zeit verliebte ich mich übrigens in Hamburg.

Das war klasse. Ein Besuch auf dem Grenzturm in Kühlungsborn. Er ist einer von noch zwei übrigen an der Ostsee. Von ihm…

Posted by Sven Wernicke on Freitag, 16. September 2016

Für 2017 weiß ich, dass ich hoch hinaus möchte. In vielerlei Hinsicht. Für euch mögen diese beiden Besichtigungen banal klingen. Für meine Wenigkeit offenbarten sie Chancen, die das Leben bieten können.

Mehr Input

Ich glaube, dieses Jahr war ich beruflich so häufig wie lange nicht unterwegs. Hier mal ein Treffen, dort mal ein Kundengespräch, da mal eine Messe oder ein Event. Erfahrungsaustausch und das Erhaschen von Informationen, die für einen relevant erscheinen, halte ich für elementar, um in die Zukunft blicken zu können. Und zu sortieren. Denn es ist zwingend nötig, sich und sein Tun (als Selbständiger) zu hinterfragen sowie womöglich Altlasten zu entsorgen. Um für Neues Platz zu schaffen. Im Kopf.

Trotz nicht ausschließlich positiver Erlebnisse war 2016 mein erfolgreichstes Jahr seit…2010! Das habe ich zweifelsohne meinen großartigen Kunden und Geschäftspartnern zu verdanken, die mir Freiheiten geben und vertrauen. Ein wenig wünsche ich mir für 2017 natürlich schon, dass ich die Gelegenheit erhalte, mein Potential weiter ausschöpfen zu können. Da geht noch einiges. Dennoch: Ich glaube, einige richtig tolle Texte entstanden in den vergangenen 12 Monaten. Und ich lernte eine Menge. In zig Bereichen, vor allem abseits des Schreibens.

Licht und Schatten

Aus der Trauer heraus entsteht nicht einfach und schnell wieder ein großes Glücksgefühl. Trotzdem ist es schön, dass nach dem Tod meiner „Seelenhündin“, ein neuer Fellkumpel in meinem Leben gelandet ist. Mir fällt es zugegeben noch schwer, mich zu 100 Prozent auf „Mad“ Max „Damage“ einzulassen, doch er hat es selbstverständlich verdient, eine tolle Heimat und ein souveränes Herrchen zu bekommen. Ob wir in den kommenden Monaten ein gutes Team werden? Für 2017 hab ich mir genau das fest vorgenommen. Und ich bin optimistisch.

Welcome Home, 'Mad' Max 'Damage'. <3

A photo posted by Sven Wernicke (@svenwernicke) on

Apropos: Optimismus ist eine Eigenschaft, die uns verloren gehen kann. Wenn uns zu viel erdrückt und wir kaum noch das Gute erkennen. Vielleicht ist das ein kleiner Tipp: Betrachtet 2016 genauer und überlegt, was im Januar, März, Juli, September oder Dezember eigentlich doch ganz geil war. Und? Ist das Jahr so eine verfluchte Scheiße? Echt jeder einzelne der 365 Tage?

Übrigens gefielen mir noch etliche andere Aspekte an 2016. Darüber spreche ich im aktuellen Podcast der Sven & Olli Show. Ansonsten muss diese Aufzählung mal ein Ende haben, oder? Wie das Jahr. Habt ein grandioses 2017! Unabhängig davon, wie 2016 für euch verlief.

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